Browsergames sind für Frauen!

Man, da hat mich doch neulich so ein Bekannter auf dieses Browserspiel “Travian” aufmerksam gemacht. Hey, das sah wirklich nett aus, erinnerte mich so ein wenig an Siedler von Catan in einer dauernd laufenden Spielewelt. Mehr Langzeitplanung als bei Echtzeitstrategiespielen, weniger reflexlastig als Egoshooter (”Verdammt, jetzt hat mir das Pickelgesicht schon wieder mein linkes Brillenglas beim Vorbeihüpfen zerschossen!”) und nicht so lebensberaubend wie WoW. Zwei Tage später hatte ich einen account und war dabei, mein erstes Dorf hochzuziehen.

Einige Wochen und Dörfer später komme ich zu den folgenden Schlüssen:
Entweder, man ist männlich, und verbringt gedanklich und real ebensoviel Zeit mit dem Spiel wie mit WoW. Schließlich will man gut sein, und da muß man während der Arbeit im wirklichen Leben auch schonmal darüber nachdenken, mit welcher Strategie man am besten seinen Dorfnachbarn im virtuellen Leben das Leben schwer macht. Achja, hier noch schnell der Finanzbericht für den Chef, aber natürlich knapp gefasst, sonst fehlt einem nachher die Zeit für die Angriffsplanung in Travian! Glücklicherweise erledigt sich das Problem mit dem Chef recht schnell, so daß man mehr Zeit zum Spielen hat und so noch besser wird.

Oder aber, man ist weiblich. Dann nämlich aktiviert man im femininen Hirn für dieses Spiel eine der unendlich verfügbaren Regionen, welche alle zugleich aktiv sein können und trotzdem ohne irgendwelchen Mehraufwand in keinster Weise vom alltäglichen Leben ablenken. Frau spielt mal eben so aus dem Bauch heraus. Klar, strategisch reicht es mangels Logik nur zu einem “Schickst Du mir Deine Krieger, schicke ich Dir sofort meine!” (Ha, so einen ausgefuchsten Schachzug sieht ja keiner voraus!), aber was da halt nicht geht, wird dann auf diplomatischer Ebene wieder gutgemacht (”Laß uns mal drüber reden, ich heisse übrigens Nadine und komm’ aus Würzburg!”).

Mein Fazit: Browsergames wie Travian sind nur was für Frauen, denn das männliche Hirn wird von ihnen zerbröselt!

2 Kommentare to “Browsergames sind für Frauen!”


  1. Also die überwiegende Mehrheit der Topspieler aus diversen Browsergames die ich kenne sind männlich.
    Vielleicht ist bei Frauen auch einfach das Suchpotential geringer und deswegen machen sie es nur nebenbei?

  2. Bei Frauen ist das Suchpotential ausgesprochen hoch. Die suchen doch dauernd irgendwas in Ihrer Handtasche.
    Das Suchtpotential allerdings ist tatsächlich weitaus geringer, wie man so hört.


Auch was zu sagen?